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Seltene Seuche entdeckt

Hochlandrinder wie diese wurden von der Seuche befallen. Foto: Messe Ried/Hardegg © Messe Ried/Hardegg

„Die Untersuchungsergebnisse waren eindeutig“, sagte Amtstierarzt Clemens Müller am Montag. Er bestätigte einen Bericht der „Lausitzer Rundschau“ vom Wochenende. Der Amtstierarzt war nach dem Tod der Tiere vor gut einer Woche vom behandelnden Tierarzt eingeschaltet worden, berichtet der Deutsche Jagdverband (DJV) in einer aktuellen Pressemitteilung.
Die Rinder gehörten zu einer rund 30-köpfigen Herde in Klein Liebitz bei Lieberose. Zunächst habe man an eine Vergiftung gedacht, meinte Müller. Eine Sektion habe dann jedoch Klarheit gebracht. Die Seuche ist nicht mehr anzeige- oder meldungspflichtig in Deutschland. Vor drei Jahren hatte es jedoch in Brandenburg bereits Fälle im Landkreis Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark gegeben. Auch im benachbarten Sachsen-Anhalt (Jerichower Land) registrierten die Behörden erkranktes Damwild.
Für die Wild- und Rinderseuche - die durch das Bakterium Pasteurella multocida hervorgerufen wird - ist neben Rindern vor allem Wild empfänglich. „Wir befragen deshalb jetzt die Jäger in Brandenburg, ob sie etwas beobachtet haben“, sagte Amtstierarzt Müller. Symptome für die Seuche könnten erhöhte Temperatur, blutiger Durchfall oder Atemnot sein. Sollte ein Tier sterben und keine Erklärung greifbar sein, solle das Veterinäramt sofort eingeschaltet werden, riet der Arzt. Eine Übertragung auf Menschen oder andere Haustiere als Rinder kenne die Wissenschaft bislang nicht.
PM