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Selbstlader: Bayern voran

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Montag, 25.07.2016 - 16:21
Jäger mit Halbautomat. Foto: RZ © RZ

Am vergangenen Freitag verkündete das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dass Bayerns Jägerinnen und Jäger ab dem 30. Juli ihre halbautomatischen Waffen verwenden dürfen. Grund für die landeseigene Regelung ist die noch bis mindestens Herbst bestehende Regelungslücke im Bundesjagdgesetz. Zu den derzeitig stattfindenden Erntejagden auf Schwarzwild bräuchten aber die Grünröcke ihre mit bis zu drei Patronen geladenen "Vollernter". Daher habe man nun Rechtssicherheit geschaffen. Minister Brunner geht davon aus, dass die Wildschwein-Bestände weiter ansteigen werden. Und das sei längst nicht mehr nur ein Problem, das Jäger und Grundbesitzer angeht, sondern die gesamte Gesellschaft. "Wir müssen bei der Regulierung vorankommen", so Brunner.

In einer Presseaussendung weißt das Ministerium darauf hin, dass die bayerische Regelung nur für jene gelte, die bereits einen Halbautomaten besitzen. Der Neuerwerb sei erst nach einer aktualisierten Bundesregelung möglich. Diese war nötig geworden, nachdem das Bundesverwaltungsgericht im März völlig überraschend den bisherigen Umgang mit halbautomatischen Langwaffen infrage stellte.
PM