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"Sehen, schiessen,schaufeln, schweigen"

Ausschnitt von der Homepage des Staatsrats Maurice Tornay. Foto: mauricetornay.ch/BS © mauricetornay.ch/BS

Damit, so seine Kritiker, habe er zur Wilderei an Wölfen angestiftet. Deswegen zeigte ihn die Gruppe Wolf Schweiz (GWS) bei der Walliser Staatsanwaltschaft an. Zusätzlich fordert sie Maurice Tornay dazu auf, die Aussage öffentlich zurückzunehmen und sich von der Wilderei zu distanzieren, denn der Aufruf zum Gesetzesbruch sei eines Staatsrates unwürdig.
Sein Ratschlag stammt aus den USA und ist da als „3-S-treatment“ bekannt (“shoot, shovel and shut up“). Die Wolfschützer sind sauer. Es sei nicht der erste Fall, in dem sich hohe Walliser Politiker nicht um den gesetzlichen Auftrag des Artenschutzes für den Wolf scherten. Ein früherer Staats- und heutiger Ständerat habe 2006 sogar widerrechtlich einen Wolf töten lassen. Auch verschiedene Behördenvertreter äusserten sich mehrfach in einer Art und Weise, die den Respekt vor der gültigen eidgenössischen und kantonalen Gesetzgebung betreffend Wolf vermissen liessen. “Diese Entwicklung ist staatsrechtlich höchst bedenklich, da sich diese Amtsträger mit ihrer Vereidigung zum Rechtsstaat bekannt haben. Wir verlangen daher von Herrn Tornay, dass er seine Aussage umgehend zurücknimmt und sich von jeglicher Wilderei distanziert!“.
PB