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Seeadler an Vogelgrippe verendet

Im Winter 2016/ 2017 verendeten mehrere Seeadler an der Vogelgrippe (Symbolbild).


Erneut macht ein Virus der Vogelwelt zu schaffen. Forscher vom Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) haben herausgefunden, dass 17 Seeadler, die im Winter 2016/ 2017 in Mecklenburg- Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg verendet waren, am Vogelgrippevirus H5N8 erkrankt waren. Es handle sich um die ersten Fälle der Vogelgrippe bei Seeadlern, so die beiden Institute in einer Pressemitteilung. Bleivergiftungen seien durch Messungen ausgeschlossen worden.

Seeadler durch Lebensweise gefährdet

Bislang sei unklar, warum die Adler sich während der H5N1-Epedemie, die 2006 in Europa grassierte nicht angesteckt hatten, nun aber erkrankt seien, so die Mitteilung weiter. Allerdings sind Seeadler durch ihre Lebensweise für Vergiftungen und Infektionskrankheiten anfällig. „Natürlich sind kranke und schwache Tiere eine leichte Beute für den Seeadler. Das führt dazu, dass sich diese Greifvögel immer wieder Viren und anderen Krankheitserregern aussetzen“, so Oliver Krone vom IZW. H5N8 ist laut den Forschern für Menschen weniger gefährlich, als H5N1. Auf Nachfrage der Redaktion erklärte eine Sprecherin des FLI, H5N1 sei im Winter 2016/ 2017 nicht in Erscheinung getreten. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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