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Schweizer schießt Schafe

Ein Jäger in der Schweiz hatte versehentlich auf eine Schafherde geschossen, weil er sie für Wildschweine hielt (Symbolbild).


In der Nacht auf den 31. Dezember 2017 schoss ein Jäger bei Affeltrangen (Kanton Thurgau, Schweiz) versehentlich auf eine Schafherde. Laut „Tagblatt.ch“ habe er die Tiere für Wildschweine gehalten. Vier Schafe waren sofort tot, drei weitere mussten später notgeschlachtet werden. Wie Daniel Meili, Pressesprecher der Kantonspolizei gegenüber der Redaktion erklärte, habe der Jäger selbst kurz nach Mitternacht die Polizei informiert. Diese überprüfte vor Ort, ob der Mann alkoholisiert war. Der Test habe 0,0 Promille ergeben, so Meili weiter.

Wohl keine strafrechtlichen Konsequenzen

Der Mann habe ein Zielfernrohr mit Restlichtverstärker genutzt. Nachtzielgeräte seien in der Schweiz zwar verboten, aber die Kantone könnten sie per Sonderbewilligung genehmigen, so Roman Kistler, Leiter der Jagd- und Fischereiverwaltung. Der besagte Jäger besitze eine solche Sondergenehmigung. Nach Informationen des „Tagblatt.ch“ habe sich der Waidmann mit dem Schäfer auf eine Entschädigung geeinigt. Mit Strafrechtlichen Folgen müsse er nicht rechnen, weil er nur versehentliche Sachbeschädigung begangen habe, wird ein Sprecher der Staatsanwaltschaft zitiert. Gegen Jagdrecht habe er nicht verstoßen, da Schwarzwild derzeit nicht geschont wird und er ein Jagdpatent besitze. Ob er seine Jagdbewilligung behalten dürfe, müsse noch geprüft werden, erklärt Kistler.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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