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Schweiz: Menschen mit Fuchsräude infiziert

In Kloten in der Schweiz grasiert derzeit dirch Fuchsreude (Symbolbild). © Michael Breuer

In Kloten in der Schweiz grasiert derzeit dirch Fuchsreude (Symbolbild).


In Kloten (Kanton Zürich, Schweiz) grasiert derzeit die Fuchsräude. 25 bis 30 infizierte Füchse hat die Wildhut in den vergangenen Wochen deshalb erlegen müssen, erklärt der Stellvertretende Leiter des Umweltamtes Reto Schindler gegenüber der Redaktion. Aber nicht nur Füchse werden von den Räudemilben befallen, auch mehrere Hunde haben sich bereits infiziert, so Schindler. Außerdem sind dem Umweltamt inzwischen mindestens zwei Personen bekannt, die ebenfalls Symptome eines Befalls zeigen.

Hygiene im Umgang mit Füchsen beachten

Amtstierarzt Dr. Armin Deutz erklärt allerdings: „Die Fuchsräude-Milben können sich beim Menschen nicht vermehren.“ Die sogenannte „Scheinräude“ beim Menschen sei deshalb nicht tragisch, sie klinge sehr schnell wieder ab. Vermeiden kann man eine Ansteckung allerdings, indem man erlegte Füchse nur mit Handschuhen berührt und sie nicht offen im Fahrzeug oder im Rucksack transportiert. Auch den Hund sollte man von befallenen Füchsen fernhalten, erklärt Dr. Deutz. Falls der vierläufige Jagdhelfer sich doch infiziert, kann ein Tierarzt die Milben bekämpfen. Deutlich problematischer als die Fuchsräude ist die Milbe „Sarcoptes scabiei var. hominis“, die sich in Mitteleuropa wieder stärker verbreitet, erklärt der Veterinärmediziner. Diese ist von Mensch zu Mensch übertragbar und löst die sogenannte „Krätze“ aus.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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