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Schweiz: Erstes Schwarzwildgatter eröffnet

Schwarzwildgatter © Verein Schwarzwildgewöhnungsgatter SWGG
Elf Wildschweine leben seit Anfang April in dem Schwarzwildgewöhnungsgatter.

Ein Jagdhund muss auf seinen späteren Einsatz gut vorbereitet werden. Vor allem bei der Arbeit an wehrhaftem Wild sollte er gezielt herangeführt werden. Daher wurde nun bei Elgg im Kanton Zürich (Schweiz) das erste schweizer Schwarzwildgewöhnungsgatter (SWGG) eröffnet.

Verhalten am Schwarzwild

Das SWGG hilft das Verhalten des Jagdhundes an Wildscheinen zu beurteilen. Denn: Ist er zu ängstlich oder gefährdet sich selbst, gilt der Hund nicht als geeignet. Zeigt der Jagdhund jedoch eine exzellente Arbeit, kann ihm ein Leistungsnachweis darüber ausgestellt werden. Dieser Nachweis ist für die Schwarzwildjagd seit einigen Jahren sogar kantonal vorgeschrieben, erklärt Jean A. Vuilleumier (Präsident des SWGG) gegenüber der Redaktion.

Schwarzwildgatter-2 © Verein Schwarzwildgewöhnungsgatter SWGG

Seit 5. Juli 2019 können Jagdhunde im erste Schweizer Schwarzwildgatter ausgebildet werden.

Deutsche Hundeführer willkommen

Seit Anfang Juli ist das Gatter in Betrieb. Über die Eröffnung freue sich der Verein sehr. Übungstermine können online auf der Webseite des SWGGs über ein spezielles Reservationssystem gebucht werden. In den ersten Tagen waren auch einige deutsche Jäger mit ihren Hunden schon zu Besuch. Laut Vuilleumier sind alle Hunde zugelassen, die zur Schwarzwildjagd oder zur Nachsuche auf Schwarzwild eingesetzt werden - unabhängig ihres Abstammungsnachweises. Dadurch können auch beispielsweise Mischlinge ihre Fähigkeiten im Gatter zeigen.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.