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Schweiz: Auffälliger Luchs in Ort erlegt

Der Jungluchs wurde mehrere Tage lang beobachtet.


Ein Jungluchs wurde im Kanton Appenzell-Innerrhoden (Schweiz) von der Wildhut erlegt. Dies Teilte die Jagd- und Fischereiverwaltung auf ihrer Internetseite mit. Das Tier sei mehrfach innerorts gesehen worden. Es habe versucht in Kaninchen- und Hühnerställe einzudringen. Auf Nachfrage der Redaktion erklärte Ueli Nef, Jagd- und Fischereiverwalter, man habe den Luchs sieben Tage lang beobachtet. Der Zustand des Tieres sei immer schlechter geworden. Es handelt sich um ein Tier aus einem diesjährigen Wurf. Man gehe davon aus, dass es verwaist war, so Nef.

Kadaver wird untersucht

Als die junge Luchsin am 17. Oktober zunächst an einem Jagdhundezwinger und später auf einer Straße apathisch angetroffen wurde, erlegte die Wildhut das Tier bezugnehmend auf Art. 8 des Jagdgesetzes ("Wildhüter, Jagdaufseher und Revierpächter sind berechtigt, verletzte und kranke Tiere auch ausserhalb der Jagdzeit zu erlegen."). Der Kadaver wurde zu Untersuchungen an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin an der Universität Bern gebracht. Nef betont, es gebe im Kanton viele Luchse, allerdings habe man bislang nie Probleme mit diesen gehabt. Es handle sich um den ersten derartigen Fall. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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