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Schweißhund bei Nachsuche verletzt: War es ein Wolf?

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Dienstag, 19.01.2021 - 08:45
Ein Schweißhund wurde im Rahmen einer Nachsuche schwer verletzt: Doch wer ist der Verursacher? © Constantin - stock.adobe.com
Ein Schweißhund wurde im Rahmen einer Nachsuche schwer verletzt: Doch wer ist der Verursacher?

Die Schweißhündin eines Nachsuchenführers aus dem Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein) erlitt am Wochenende im Rahmen einer Nachsuche Verletzungen, über deren Verursacher nun die Gerüchteküche brodelt. Wie die Schweißhundestation Schaalsee e.V. auf Facebook berichtet, sei die erfahrene Hündin zur freien Suche auf ein Stück Rehwild geschickt worden, das tags zuvor krank während einer Drückjagd beobachtet worden war. Da der Bereich komplett mit Dornen überwachsen gewesen sei und deshalb eine Vorsuche am Riemen nicht möglich war, schickte der Nachsuchenführer seinen Hund zur freien Suche.

Es schien so, dass die Hündin den Abgang gefunden habe und nach 700 Meter begann zu stellen. So berichtet es die Schweißhundestation weiter auf ihrer Facebookseite. Der Laut der Hündin sei "überraschend tief und sehr aggressiv" gewesen. Als der vermeintliche "Bail" stand, ging der Hundeführer nach eigener Angabe näher zum Hund, welcher dann aber zurückkam. Auf dem Rücken der Schweißhündin stelle er dann eine große klaffende Wunde fest. Diese wurde umgehend tierärzlich versorgt.

Die Schweißhundestation Schalsee gibt auf ihrer Seite ein Statement ab.

Die Schweißhundestation schreibt weiter in dem Facebookpost: "Bei genauer Betrachtung der Verletzung waren zudem drei kleinere Löcher zu erkennen, die der Art und Größe nach auf Fangzähne hindeuten." Weiterhin weist die Station daraufhin, dass es in dem Revier mehrfach Wolfssichtungen gegeben habe und ein Hundeführer der Station eine Woche zuvor nur zwei Kilometer entfernt während einer Nachsuche auf einen Wolf getroffen sei.

Die zuständige Polizei konnte den Vorfall gegenüber der Redaktion nicht bestätigen. Auch der Koordinator der Wolfsbetreuer in Schleswig-Holstein hatte zwar über Jäger von dem Vorfall erfahren, offizielle Informationen gäbe es allerdings nicht.

2018: Bracke in Sachsen von Wolf getötet

Ende Januar 2018 wurde auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen eine Deutsche Bracke von einem Wolf getötet. Der Hund wurde damals zum Stöbern geschnallt.


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