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Schweißhund erschossen

Der BGS war auch Familienhund. Foto: Hans Nikolussi © Hans Nikolussi

Der BGS war auch Familienhund. Foto: Hans Nikolussi


Bei einem Waldspaziergang hatte sich der Hund von seinem Herrn entfernt. Dann schlug der Schweißhund an, woraufhin sein Führer querfeldein zu ihm abstieg. Als er fast bei seinem BGS war, fiel ein Schuss. Der Schütze und der Besitzer des getöteten Hundes trafen aufeinander. Der kurze Kommentar des Jagdschutzorgans aus Haller am Haldensee (Bezirk Reutte): „Der hat gewildert. Das geht nicht“. So berichtet es die Tiroler Tageszeitung.
Der Besitzer zeigte sich fassungslos: Man hätte nicht sehen können, ob sein Hund nicht "im Dienst" beispielsweise auf einer Nachsuche gewesen sei. Ein Umstand, bei dem sich einen Abschuss verbieten sollte. Der Schütze sagte, dass er von anderen Spaziergängern auf den „wildernden Hund" aufmerksam gemacht worden sei und auch ein Stück Wild klagen hörte. Deshalb habe er geschossen.
Wie die zuständige Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf berichtete, könnten je nach Faktenlage strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen auf den Jagdaufseher zukommen. Gleicher Ansicht ist auch Bezirksjägermeister Arnold Klotz. Sollten sich ein Fehlverhalten des Jägers bestätigen, wird sich der Disziplinarausschuss des Tiroler Jagdverbandes damit befassen.
MS