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Schweinische Raubgräber

Archäologen fürchten vierbeinige Raubgräber: Bei Hannoversch-Münden (Landkreis Göttingen) zerstörten Sauen ein 2000 Jahre altes Römerlager. Bislang war das alte Außenlager der Römer im Kaufunger Wald von menschlichen Raubgräbern verschont geblieben, da es sich im dichten Wald befindet.
Über die Hälfte des 4000 Quadratmeter großen befestigten Innenraums durchwühlten Sauen jetzt auf der Suche nach Eicheln und Bucheckern. Den Archäologen blieb nichts anderes übrig, als das Gelände abzusuchen und schleunigst die verstreut herumliegenden Keramikscherben, Amphorenbruchstücke, Sandalennägel und andere Fundstücke einzusammeln. Das Römerlager war während der Feldzüge von Drusus als militärischer Außenposten des großen Römerlagers in Hedemünden angelegt worden.
Dem Schwarzwild sind aber auch wertvolle Funde zu verdanken: Vor einigen Jahren wurde bei Nörten-Hardenberg ein Ringwall entdeckt, nachdem Sauen den Boden aufgewühlt hatten. (Foto "Wallanlage im Wald": Landesbetrieb HessenForst) PB