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Schwarzwild sorgt für Chaos

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Dienstag, 28.10.2014 - 01:10
Ausweglos: So fanden die Einsatzkräfte den Keiler im Kanal. Foto: BF Augsburg © BF Augsburg

Am frühen Morgen ging gegen 4.15 Uhr der erste Wildschwein-Alarm bei der Polizei ein: Fünf Stücke wurden in der Stadt gesichtet. Bis zum Eintreffen der Ordnungshüter waren die Schwarzkittel jedoch verschwunden. Nur kurze Zeit später kollidierte ein Auto mit einem Tier. Gegen acht Uhr dann die nächste Sichtung. Auf dem Gelände eines Industriebetriebes hatte sich in einem Wehr eine Sau verfangen und musste von Beamten erschossen werden, so Ludwig Zausinger, Sprecher der Polizei Augsburg.
Um 10 Uhr erneut die Nachricht über ein schwimmendes Schwein. Diesmal handelte es sich um einen Keiler. Da für die eingesetzten Taucher der Berufsfeuerwehr (BF) Lebensgefahr bestand, musste auch dieser Schwarzkittel getötet werden. Als die Männer das Tier mit einem Kran bargen, staunten sie: „Der Gewichtssensor zeigte etwa 200 Kilogramm an“, sagte Friedhelm Bechtel, Sprecher der BF.
Abends ging der vorerst letzte Notruf ein. Bauarbeiter meldeten im Keller eines Hauses ein Wildschwein. Zunächst betäubte ein Veterinär gegen 17.30 Uhr das Tier, um es kurz darauf einzuschläfern, so Zausinger. Wie der Pressesprecher weiter mitteilte, verwendeten die Beamten zu Tötung der Wildschweine „das Präzisionsgewehr G36 und Munition im Kaliber 5,56 x 45 mm Nato“. „Mehrere Schüssen“ seien nötig gewesen.
Am nächsten Tag mussten die Feuerwehrmänner abermals in Sachen Wildschwein ausrücken. Ein Kraftwerksbetreiber rief die Einsatzkräfte um zwei tote Sauen aus einer Wehranlage zu bergen.
Das Kuriose daran: Auf den Tag genau gab es im Jahr zuvor einen vergleichbaren Vorfall in der Stadt. Mehr dazu hier.
MH