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Schutz seltener Arten: Neuseeland bald frei von Katzen?

Kathrin-Fuehres
Kathrin Führes
am
Dienstag, 07.01.2020 - 07:00
Katze-unter-Baum © FurryFritz - stock.adobe.com
Katzen stellen für den flugunfähigen Kiwi eine Bedrohnung da.

Wird es in Neuseeland bald keine Katzen mehr geben? Bis 2050 will Neuseeland „predator free“ sein, das heißt, es sollen keine Raubtiere mehr dort vorkommen. Grund dafür ist unter anderem das Nationalsymbol Neuseelands: Der Kiwi. Der flugunfähige und nachtaktive Vogel lebt in den Wäldern Neuseelands und leidet unter den, durch Menschen eingeschleppten, Raubsäugern. Von ehemals etlichen Millionen Kiwis existieren heute nur noch rund 68.000 Stück, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet. 

Insel seit 1935 Katzen-frei

Auf der Insel Kapiti hilft man dem Laufvogel schon seit längerem. Nachdem bereits 1935 die letzte Katze und 1986 das letzte Oppossum starb, wurde 1996 die letzte Ratte vergiftet. Von den einst fünf Kiwis wuchs der Besatz dadurch wieder auf 1400 Exemplare, so die dpa weiter. Diese Maßnahmen sollen nun für ganz Neuseeland zum Vorbild werden. Denn nicht nur der Kiwi würde davon profitieren, sondern auch etliche andere Vogelarten, die vom Aussterben bedroht sind. Doch in dem „predator free“ Programm sind, anders als bspw. Ratten, Katzen bisher noch nicht zur Ausrottung verdammt. Mit Hinweisen will man die Bewohner vorerst dazu sensibiliseren, im Sterbefall eine Katze nicht mehr zu ersetzen. Ob man damit dauerhaft das gewünschte Ziel erreichen wird oder ob es eines Verbots bedarf, bleibt abzuwarten. PM/ KF