Home News Schutz der Deiche: Wesermarsch zahlt weiter Kopfgeld für Nutria

Schutz der Deiche: Wesermarsch zahlt weiter Kopfgeld für Nutria

Nutrias bilden an der Weser ein echtes Problem – der Landkreis will dagegen vorgehen (Symbolbild).


Der Landkreis Wesermarsch (Niedersachsen) stellt umfangreiche Geldmittel bereit, um verstärkt gegen Nutrias vorzugehen. Die invasiven Nager gefährden zunehmend Deiche und Böschungen und richten damit erhebliche Schäden an.

Nach Aussage des Sprechers des Landratsamtes habe sich die Zahl der Nutrias, für die eine Prämie ausbezahlt wurde von 30 Exemplaren im vergangenen Jahr, auf über 300 in diesem Jahr verzehnfacht. Für die Verwaltung ein deutliches Zeichen, weiter aktiv zu werden. Die dortigen Landkreise zahlen für einen nachgewiesenen Nuria-Abschuss sechs bis acht Euro. Vom Landkreis Wesermarsch werden nun 10.000 Euro bereitgestellt, um weitere Fallen zu kaufen und Schulungen zu organisieren. Auch Prämien sollen weiterhin ausbezahlt werden. 

Die Bejagung erfolgt durch die Jagdausübungsberechtigten und bereits bestellte Bisamfänger. Verwaltung und Kreisjägerschaft arbeiten hier eng zusammen. Insgesamt plant der Landkreis 18.000 Euro für das kommende Jahr ein, um zu effektiven Eindämmungsstrategien zu gelangen. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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