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Schuss auf Lastwagen?

Beim Jagen entlang von Straßen gilt es besonders vorsichtig zu sein (Symbolbild).


Der Vorfall hatte sich am Freitag gegen 9 Uhr im Landkreis Calw ereignet - die Polizei wurde allerdings erst am Montag informiert. Ein Unbekannter soll von der Motorhaube eines Geländewagens aus mit einem Gewehr auf den 7,5-Tonner gezielt haben. In der Folge will der Fahrer einen Schuss gehört und einen Schlag gegen sein Fahrzeug gespürt haben. Er blieb unverletzt. Die Beamten starteten daher, im Glauben es mit einem besonders schweren Delikt zu tun zu haben, umgehend einen Zeugenaufruf. Außerdem leiteten sie den Fall an die Kriminalpolizei weiter.

Noch am selben Abend meldete sich ein 32-Jähriger und bekannte sich zu der „Tat“. Er erklärte, dass er der Jagdpächter sei und nicht auf den Lastwagen geschossen habe, sondern auf ein Stück Schwarzwild, dass auf der anderen Straßenseite stand. Den Lkw hätte er vor der Schussabgabe registriert und deshalb extra gewartet, bis dieser an ihm vorbei gefahren war. Eine Gefährdung für andere schloss er daher aus. Auch der leitende Ermittler der Kripo, selbst Jäger, teilte diese Einschätzung nach Begehung des „Tatorts“. Gegenüber jagderleben gab er an, dass die Straße in beide Richtungen mehrere 100 Meter gut einsehbar ist und man sogar noch Pirschzeichen des erlegten Schwarzkittels gefunden hat. Auch am Lkw konnte kein Einschuss oder ähnliches festgestellt werden, daher wurden die Ermittlungen eingestellt. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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