Home News Schüsse sind "waldtypisch"

Schüsse sind "waldtypisch"

Panik durch Schüsse: Ein Pferde-<br>besitzer verlor vor Gericht. Foto: Albrecht E. Arnold/pixelio.de © Albrecht E. Arnold/pixelio.de

Das entsprechende Urteil (AZ. l-9 U 84/12) wurde bereits Mitte Januar gefällt, aber erst jetzt veröffentlicht. Geklagt hatte ein Pferdebesitzer aus Hamm. Im Zuge einer Treibjagd in einem etwa 100 Meter entfernt gelegenen Waldstück sollen seine Pferde durch Schussgeräusche in Panik geraten sein. Dabei hätten sie sich zum Teil schwere Verletzungen zugezogen – eines der Tiere musste eingeschläfert werden.
Den dadurch entstandenen Schaden von rund 23.500 Euro sollte der Jagdveranstalter zahlen, so der Kläger. Jedoch nicht nach Auffassung der Justiz. Der Beklagte sei nicht verpflichtet gewesen, dem Kläger die Jagd anzukündigen. Weiter müssen Schüsse als waldtypische Geräuschkulisse hingenommen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Somit bestätigte der 9. Zivilsenat des OLG die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Münster.
BS