+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 184 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 25.11.2020) +++
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Mit Schrot auf Frischlinge

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Donnerstag, 14.11.2013 - 01:00
Auf Frischlinge mit Schrot? Mit dieser Forderung werden die Bauern wohl kaum Erfolg haben. Foto: Michael Migos © Michael Migos
Auf Frischlinge mit Schrot? Mit dieser Forderung werden die Bauern wohl kaum Erfolg haben. Foto: Michael Migos

Dem Kreisverband Landsberg im Bayerischen Bauernverband (BBV) sind die Schwarzwildbestände zu hoch. Deswegen fordert er vom zuständigen Landratsamt, die Schonzeit für nichtführende Bachen sowie für Keiler aufzuheben. Damit noch nicht genug, solle auch der Schrotschuss auf gestreifte Frischlinge erlaubt werden. Daraufhin teilte der Kreis den Bauern mit, dass zur Prüfung dieser Anträge bislang aufgetretene Schäden durch Wildschweine nachzuweisen sind.
Diese Schäden sollten bis zum 25. November dem BBV mittgeteilt und schließlich weitergeleitet werden. Das erhöhe die Chancen auf eine Genehmigung wesentlich, heißt es in dem Rundbrief an alle Mitglieder, den der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Thomas Kölbl, verfasst hat.
Der 1. Vorsitzende des Jagdschutz- und Jägervereins Landsberg am Lech im BJV, Georg Duschl, zeigte sich betrübt über den Vorstoß der Bauern. „Wir schreiben den Landwirten ja auch nicht vor, wie sie ihre Felder zu bestellen haben.“ Darüber hinaus hätte er sich gewünscht, dass man in Problemgebieten gemeinsam mit der Jägerschaft Mittel und Pläne zur Schwarzwildreduktion erarbeitet. Die Frischlings-Bejagung mit Schrot kommt für Duschl erst gar nicht zur Diskussion, und zwar nicht nur aus Tierschutzgründen: Dafür müsste nämlich das Bundesjagdgesetz geändert werden.
BS