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Schonzeitaufhebung in Brandenburg wird nicht verlängert

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Mittwoch, 05.02.2020 - 14:41
Die Verlängerung der Jagdzeit auf Schalenwild in Brandenburg galt nur bis zum 31. Januar. Zunächst stand die Überlegung im Raum, diese bis auf Ende Februar auszudehnen. © Christian Schätze
Die Verlängerung der Jagdzeit auf Schalenwild in Brandenburg galt nur bis zum 31. Januar. Zunächst stand die Überlegung im Raum, diese bis auf Ende Februar auszudehnen.

Durch die Oberste Jagdbehörde in Brandenburg wurde die Jagdzeit auf wiederkäuendes Schalenwild bis zum 31. Januar verlängert, sofern eine Drückjagd auf Schwarzwild aus Seuchenschutzgründen durchgeführt wird und im Rahmen dieser Beunruhigung weiteres Wild miterlegt werden könnte. Als Mitte Januar diese Verlängerung bekannt wurde, wurde auch ein Verlängerung der Schonzeitaufhebung bis zum 29. Februar in Aussicht gestellt. Dies führte innerhalb der Jägerschaft zu heftigen Debatten und Kritik am Ministerium. 

Auf Rückfrage der Redaktion beim zuständigen Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, gab eine Pressesprecherin an, dass es die Verlängerung der Schonzeitaufhebung bis Ende Februar nicht geben werde. Nach Abwägen verschiedener Stellungnahmen zu diesem Vorschlag, habe man sich dagegen entschieden.

LJV fühlte sich hintergangen

Möglicherweise hat auch ein Schreiben des Landesjagdverbandes Brandenburg zu dieser Entscheidung beigetragen: Der LJV schickte in der vergangenen Woche einen offenen Brief an das Ministerium, in dem LJV-Präsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff unter anderem betont, dass sich der LJV hintergangen fühle und eine pauschale Schonzeitaufhebung möglicherweise rechtlich unwirksam sei: "Ich fordere Sie auf, die pauschale Schonzeitaufhebung auf Antrag für das wiederkäuende Schalenwild im Zusammenhang mit Bewegungsjagden auf Schwarzwild mit sofortiger Wirkung zurückzunehmen."