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Schonzeitaufhebung

Rotwild: Doch keine Ruhe im Winterwald. Foto: Michael Migos


Der Grund: In den betroffenen Gebieten ist der Abschussplan bis Ende November 2011 nur von 46 bis 75 Prozent erfüllt worden. Die Erfüllung der Abschusspläne sei angesichts der "in einigen Wäldern nicht unkritisch zu beurteilenden Wildschadenssituation" aber "zwingend erforderlich", erklärte das Ministerium. Nach dem novellierten Hessischen Jagdgesetz, das im Juni 2011 in Kraft getreten ist, endet die Jagdzeit für Rotwild im Wald schon am 31. Dezember. Dadurch sollten eigentlich die Schälschäden verringert werden, wenn für diese sensible Wildart im Winter früher Ruhe einkehrt.
Im Feld kann das Rotwild nach wie vor bis zum 31. Januar bejagt werden. Das Umweltministerium appelliert jedoch an die Jäger, "den Abschussplan im Januar so schnell wie möglich zu erfüllen, damit das Rotwild zeitig zur Ruhe kommen kann". Allerdings sollen die im Jagdjahr 2011/12 nicht erlegten Stücke dem nächsten Abschussplan hinzugeschlagen werden. Dass in einem Großteil der Rotwildgebiete der Abschuss bisher nur unzureichend erfüllt worden ist, führen Jäger und Förster auch auf eine ungewöhnlich starke Eichen- und Buchenmast in den hessischen Wäldern zurück, die die Mobilität des Rotwilds und seine "Sichtbarkeit" für die Jäger verringert. ROE