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Schonzeit für Rehwild soll in NRW verkürzt werden

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Dienstag, 11.02.2020 - 07:06
Rehbock-im-Frühling © Erich Marek
Böcke sollen in manchen Hauptschadensgebieten schon ab dem 1. April bejagbar sein.

Wie der Staatssekretär für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Heinrich Bottermann, in einem Schreiben bekannt gab, soll die Schonzeit für Rehwild verkürzt werden. Damit will das Land NRW auf die Kalamitätsschäden der Jahre 2018 und 2019 reagieren, die laut Angaben des Staatssekretärs Wiederbewaldungsmaßnahmen auf über 40.000 Hektar Fläche erforderlich machen. Der Umbau zu klimastabilen Wäldern könne „aber nur bei angepassten Schalenwildbeständen gelingen.“

Jagdzeit gebietsweise ab 1. April

Die untere Jagdbehörde hebt die Schonzeiten in ihrem Zuständigkeitsbereich für die Jagdjahre 2020/21 bis einschließlich 2024/25 für Gebiete oder einzelne Jagdbezirke „mit hohen Kalamitätsschäden" (Hauptschadensgebiete) folgendermaßen auf: Schmalrehe und Böcke dürfen bereits ab dem 1. April in Niederungsgebieten unter 450m Höhenlage bejagt werden und in Mittelgebirgsgebieten (über 450m Höhenlage) vom 15. April an.

Wald und Holz NRW soll für die Aufhebung der Schonzeiten nun die Übersichtskarten mit Angaben über die Hauptschadensgebiete zur Verfügung stellen und für diese Gebiete vorrangig ein Verbissgutachten anfertigen. Der Staatssekretär endet sein Schreiben mit der Bitte: „Die Jägerschaft wird gebeten, den Waldumbau zu klimastabilen Wäldern durch eine intensive Bejagung des Schalenwilds zu unterstützen.“