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Schon ist's passiert

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Montag, 21.07.2014 - 02:00
Schützen sollten im Idealfall immer erhöht positioniert werden. Foto: Julia Kauer © Julia Kauer
Schützen sollten im Idealfall immer erhöht positioniert werden. Foto: Julia Kauer

Der erste Unfall ereignete sich in der Wetterau zwischen Assenheim und Bönstadt. Jäger hatten wie gewohnt einen zu erntenden Rapsschlag umstellt, als plötzlich mehrere Schwarzkittel auswechseln. Eine Sau wurde getroffen, flüchtete aber zurück in die Deckung. Nach einem weiteren Schuss eines 52-jährigen Jägers, so die ersten Ermittlungen der Polizei, wurde eine 51-jährige Jägerin aus Rosbach in der Hüfte getroffen. Ob das Geschoss direkt oder als Querschläger die Frau traf, soll nun untersucht werden. Die Verletzungen erwiesen sich als schwer, jedoch nicht lebensgefährlich. Ein Hubschrauber flog die Jägerin in eine Frankfurter Klinik.
Einen Tag zuvor, 16. Juli. Nahe der L 3017 zwischen Wildsachsen und Bremthal (Main-Taunus-Kreis) mähte ein 37-jähriger Landwirt aus Eppstein ein Rapsfeld. Als Teilnehmer eines Jagdseminars auf flüchtige Sauen schossen, durchschlägt ein Geschoss die Frontscheibe des Mähdreschers, trifft den Landwirt unterhalb des Knies, er wurde ebenfalls schwer verletzt. Die genauen Umstände will jetzt die Kriminalpolizei herausfinden. Auch hier ist noch nicht klar, wie das Projektil diese verheerende Laufbahn angenommen hat. Ebenso muss geklärt werden, ob der Landwirt das Feld mähte, um die Sauen herauszutreiben oder nur seiner Routinearbeit nachging. Gegen den 69-jährigen Unglücksschützen aus Hofheim wurde Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet.
PB/DK