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Schluchsee-Wolf: Jäger entlastet, Ermittlungen eingestellt

Dieser tote Wolf wurde im Juli 2017 im Schluchsee gefunden. © Annemarie Steinle

Im Fall des vor einem Jahr aus dem Schluchsee (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg) geborgenen Wolfes hat die Staatsanwaltschaft Freiburg ihre Ermittlungen eingestellt. Der aus Niedersachsen stammende Wolf war im Juli 2017 tot mit einer Schussverletzung im Schluchsee treibend aufgefunden worden. In seiner Leber steckten Geschossreste, die kriminaltechnisch untersucht wurden.

Jäger aus der Umgebung mussten im Zuge der Ermittlungen insgesamt 13 Jagdwaffen zur Untersuchung abgeben – diese lieferten keine Hinweise auf einen möglichen Täter, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte. Die Munitionsteile seien letztlich so geringfügig gewesen, dass ein Abgleich mit eindeutigem Ergebnis nicht möglich war. Die Jäger hatten alle uneingeschränkt kooperiert und ihre Waffen eingeliefert.

Widersprüchliche Berichterstattung

Man habe entgegen widersprüchlichen Medienaussagen keine Geschosshülse gefunden oder den „Tatort“ festgestellt, so der Sprecher weiter. Das Tier sei vermutlich von einem unbekannten Ort per PKW an den See gebracht worden. Außer den Geschossteilen lagen keine weiteren Hinweise vor. Der Wolf ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, der Abschuss eines Wolfes ist eine Straftat. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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