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Schliefenanlage angesteckt

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Mittwoch, 30.03.2016 - 02:10
Nichts mehr zu retten: Einsatzkräfte an der abgebrannten Zwingeranlage. © FF Friedland
Nichts mehr zu retten: Einsatzkräfte an der abgebrannten Zwingeranlage.

Dieses Mal ist der Deutsche Jagdterrier Club (DJT) Opfer von radikalen Jagdgegnern geworden. Dabei wurde ein Fuchszwinger vollständig zerstört. Wie die Polizei mitteilt, haben die Täter zunächst brennbares Material zusammengetragen, dieses mit Brandbeschleuniger übergossen und schließlich angezündet. Die Füchse, ein Rot- sowie ein Silberfuchs, hatten die Täter vorher wohl mit Transportboxen weggebracht. Der Silberfuchs wurde in der Nähe des Übungsgeländes gesehen. Mit Futter wollen die Verantwortlichen versuchen, die Tiere anzulocken und wieder einzufangen. Denn für Handaufzuchten wie diese besteht kaum eine Überlebenschance in freier Wildbahn. „Vor allem der Silberfuchs war sehr zahm“, sagte Karlo Hillemeyer, Leiter der DJT-Arbeitsgruppe Klein Schneen, im Gespräch mit der Redaktion. „Mit Tierschutz hat so eine Aktion wirklich nichts zu tun.“
Eigentlich sollte am vergangenen Karsamstag der erste Prüfungstermin des Jahres in der Anlage abgehalten werden. Natürlich wollen Hillemeyer und sein Team ihre Arbeit fortsetzen. Doch ohne finanzielle Unterstützung dürfte dies nicht ganz einfach werden. Falls jemand den Jägerinnen und Jägern unter die Arme greifen möchte, würde man sich sehr über eine Spende freuen, so Hillemeyer.
Ein Bekennerschreiben, wie bei dem Brandanschlag auf die Schliefenanlage des Deutschen Foxterrier Verbandes im Dezember 2015, ist bisher übrigens nicht eingegangen. Auch die Polizei hat laut eigener Auskunft noch keine konkreten Hinweise.
BS

Aktualisierung

Wie wir soeben erfahren haben, ist gestern Abend ein Bekennerschreiben (liegt der Redaktion vor) zu dem Brandanschlag eingegangen. Wie vermutet, sind Anhänger der Animal Libration Front (ALF) für die Tat verantwortlich. In dem Brief fordern die selbsternannten Tierrechtler die Jägerinnen und Jäger auf, den Betrieb der Anlage nicht wieder aufzunehmen. Konkret lautet die Drohung: "Die Betreiber müssen sonst auch mit Aktionen in ihrem privaten Umfeld rechnen." Weiter ist von "persönlichen Konsequenzen in Form von Zerstörungen von Privateigentum" und "wirtschaftlichen Schäden in anderen Lebensbereichen" die Rede.
BS