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Schlagfallen gegen Wildverbiss

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Donnerstag, 09.04.2015 - 02:10
Junge Triebe gehören zur natürlichen Äsung des Rehwildes... © M. Meyer
Junge Triebe gehören zur natürlichen Äsung des Rehwildes...

Seit mindestens fünf Jahren soll der Tierquäler an Wildwechseln in den Niederwaldkirchner Wäldern seine selbst gebauten Trittfallen vergraben haben. Ein anonymer Hinweis führte die Ordnungshüter auf die richtige Spur. Wie die Polizei mitteilt, habe er damit geringstenfalls 20 Rehe schwer verletzt oder verstümmelt. „Bei dem Täter handelt es sich um einen 76-jährigen Waldbauern“, sagte Herbert Böhringer von der Polizeiinspektion St. Martin. Der Pensionist habe ein massives Problem mit Rehen und dem Wildverbiss gehabt. „Ihm ging es weder um Trophäe noch um Wildbret, er wollte damit Druck auf die Jägerschaft ausüben“, erklärte Böhringer das Motiv des 76-Jährigen. Nachdem seine Versuche bei der Jägerschaft eine höhere Abschussquote zu fordern scheiterten, habe er gezielt die Rehe verletzt um einen Abschuss zu erzwingen. Im Gespräch mit der Redaktion teilte der Beamte mit, dass der Täter gestanden habe. Zudem zeigte er den Beamten vor Ort die Fallen. Der rücksichtslose Waldbauer muss sich nun wegen Eingriff in fremdes Jagd- und Fischereirecht (Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren) und Tierquälerei (Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr) verantworten. „Alles Weitere entscheide die Justiz und die Staatsanwaltschaft in Linz“, so Böhringer abschließend.
MH