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Schießnadeln des BJV – Vorbildfunktion?

Der BJV vergibt Hutnadeln für Schießleistungen.


Mit dem Herbst kommen auch die Drückjagden. Zusätzlich haben die meisten Wildarten jetzt Jagdzeit. Man denke nur an die Hirschbrunft oder den Entenstrich. Inzwischen fordern viele Jagdleiter einen Schießnachweiß von den Teilnehmern. Der Bayerische Jagdverband geht mit seinen Schießnadeln einen Weg, den er als Vorbild für ganz Deutschland sieht. Ob Keilernadel, Gamsnadel oder Büchsennadel, für fast jede Art des jagdlichen Schießens bietet der BJV eine Auszeichnung an. Den Jägern solle ein Anreiz geboten werden, sich mit ihrem wichtigsten Handwerkszeug – der Jagdwaffe– vertraut zu machen, erklärte der Referent für Schießwesen, Graf Montgelas gegenüber der Redaktion. Dabei steht besonders die Praxisrelevanz im Vordergrund.

Einige Vorteile

Die Vielfalt und die scheinbare Redundanz der Nadeln kann jedoch auch für Verwirrung sorgen. Manch einer wird sich fragen, welche Nadeln er jetzt schießen sollte und warum. Der BJV sieht allerdings viele Vorteile:

- Der Anreiz zu regelmäßigen Übungen mit der Waffe steigt, wenn dafür Auszeichnungen vergeben werden.

- Jeder kann die Nadeln schießen, die er für seine persönlichen Jagdverhältnisse benötigt.

- Die einzelnen Aufgaben haben einen hohen Praxisbezug.

Nadeln als Übungsnachweiß

In Kombination mit dem Schießnachweißheft können die Nadeln auf anerkannten Schießständen erworben werden. Die Auszeichnungen sollen auch als Übungsbelege für Drückjagden oder beispielsweise die Bergjagd anerkannt und gefordert werden. Montgelas geht davon aus, dass sie auch in anderen Bundesländern anerkannt würden, da diese meist weniger strenge Auflagen für den Schießnachweis forderten.

Neue Wildschweinscheiben

Um den Anreiz auch über längere Zeit hoch zu halten gibt es verschiedene Ansätze. Die Büchsennadel etwa hat jedes Jahr eine andere Farbe. Andererseits bauen die neuen Schwarzwildnadeln eher aufeinander auf und sind nur nacheinander zu erwerben. Schießobmann Gerhard Schröter erklärte, dass es bei diesen vor allem um sicheren, geübten Umgang mit der Waffe gehe. Es werde nach tödlichen Treffern bewertet. Somit könne jeder nach seinen Präferenzen schießen, solange er in das Markierte Feld treffe. Dafür hat der BJV gemeinsam mit Experten neue Wildschweinscheiben entworfen. Diese sollen das ideale Trefferbild besser wiederspiegeln, als die Bisherigen. SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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