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Scheitern die Wolfsabschüsse in Norddeutschland?

Ob die Abschussgenehmigung für die beiden männlichen Wölfe in Schleswig-Holstein und Niedersachsen verlängert wird, ist fraglich.


Weder in Schleswig-Holstein noch in Niedersachsen wurden die beiden zum Abschuss freigegebenen Wölfe bislang entnommen. In beiden Bundesländern gilt die Abschussgenehmigung jeweils noch bis zum 28. Februar 2019. Der "Freundeskreis Freilebender Wölfe e.V." hat Anfang der Woche Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg eingelegt. Das Gericht sah keine Alternative zur Tötung und lehnte den Antrag ab. Nun liegt es am niedersächsischen Oberverwaltungsgericht weiter zu entscheiden.

Das Ministerium hat aus diesem Grund angekündigt, dass der Wolf "GW717m" bis Freitag, 22. Februar, um 14 Uhr nicht geschossen werden soll. Bis dahin werden weitere Absprachen im Umweltministerium getroffen. Das weitere Vorgehen ist unklar.

Schleswig-Holstein: Einsatzteam auf der Suche nach Wolf

In Schleswig-Holstein wurde durch das zuständige Umweltministerium eine Einsatzgruppe mit dem Auffinden und Entnehmen des Wolfes "GW924m" beauftragt. Mit Hunden und Gerätschaften, die nicht näher spezifiziert werden, würden diese nach dem Tier Ausschau halten, so eine Sprecherin des Ministeriums. Weitere Angaben zum Ablauf werden nicht gemacht. Eine Kontaktperson dieser Gruppe kommuniziere mit Revierinhabern und weiteren Betroffenen.

Das Angebot des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein gemeinsam geeignete Personen zu benennen, die den Abschuss vollziehen, wurde von Ministeriumsseite abgelehnt, so ein Sprecher des LJV gegenüber unserer Redaktion. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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