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Schalldämpfer-Urteil in NRW

Immer mehr Jäger wollen sich mit Schalldämpfern ausstatten.


Nach Ansicht des Gerichts hätten zumindest die Jäger, die regelmäßig und nicht nur gelegentlich der Jagd nachgehen und gezwungen sind, ihre Abschusspläne zu erfüllen, ein besonderes anzuerkenndes Bedürfnis zum Schutz ihres Gehörs. Sie könnten auch nicht auf einen Gehörschutz verwiesen werden. Unabhängig von den Problemen bei der Verwendung – insbesondere bei der Nachsuche könnten sie abgestreift werden und verrutschen – sei zu berücksichtigen, dass das Ohr nicht nur durch von außen einwirkenden Schalldruck geschädigt werden kann, sondern auch von innen her über die Knochenleitbahnen. Unter Berufung auf die Stellungnahme des Bundeskriminalamtes sowie die Stellungnahme des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg glaubt das Gericht, dass die Gefahr einer deliktischen Verwendung von Schalldämpfern für Langwaffen nicht so groß sei, dass das Schutzbedürfnis des Jägers gegenüber den Belangen der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung zurückzutreten habe. Dementsprechend wurde das Land NRW verpflichtet, dem Kläger die beantragte Erlaubnis zum Erwerb und Besitz des Schalldämpfers zu erteilen. Die Berufung wurde von dem Gericht jedoch zugelassen (AZ 8 K 3041/16).
RA André Wunram
Hier ein Clip zum Thema:

 


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