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Schalldämpfer: Kein genereller Anspruch für Jäger

In mehreren Bundesländern sind Schalldämpfer für Jagdwaffen erlaubt.


Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute (28.11.) entschieden, dass Jäger keinen generellen Anspruch auf einen Schalldämpfer haben. Das Gericht wies die Revision eines Jägers aus Berlin ab. Der Waidmann hat sein Revier in Brandenburg, wo Schalldämpfer erlaubt sind.

Er stellte an seinem Wohnort in Berlin den Antrag auf einen Schalldämpfer, was der Polizeipräsident ablehnte. Das Bundesverwaltungsgericht ist die höchste Instanz eines langwierigen Rechtsstreits. Laut dem Bundesverwaltungsgericht gehören „Schalldämpfer nach der Wertung des Gesetzgebers nicht zu der Ausstattung, die Jäger für die Ausübung der Jagd benötigen“.

Gehör kein ausreichendes Bedürfnis?

Schalldämpfer seien demnach nicht das einzige Mittel, um das Gehör zu schützen. Das Bedürfnis des Jägers für einen Schalldämpfer, tritt hinter den Zweck des Waffengesetzes, welches den privaten Besitz von schallgedämpften Schusswaffen verhindert zurück.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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