Home News Schalldämpfer: Innenministerium kündigt Waffengesetzänderung an

Schalldämpfer: Innenministerium kündigt Waffengesetzänderung an

Durch das "Jägerprivileg" können Jäger künftig möglicherweise Schalldämpfer ohne gesonderten Bedürfnisnachweis erwerben (Symbolbild). © Dr. Christian Neitzel

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts besteht Unsicherheit darüber, inwieweit Schalldämpfer derzeit rechtlich abgesichert sind. Das Bundesinnenministerium hat auf eine Anfrage des Deutschen Jagdverbands bereits vor Veröffentlichung der Urteilsbegründung bestätigt, dass noch in diesem Jahr eine Änderung des Waffenrechts erfolgen soll.

Künftig ohne Bedürfnisnachweis?

Mit der Anpassung soll auch der Schalldämpfer rechtlich abgesichert werden. Sollte es tatsächlich zur Umsetzung kommen, steht die "großzügige Genehmigungspraxis" der einzelnen Bundesländer auf einer "eindeutigen rechtlichen Grundlage". Die Sicherheitsbedenken von früher gelten nach "neuerer kriminalistischer Bewertung als überholt", heißt es in dem Antwortschreiben des Bundesinnenministeriums. Schalldämpfer sollen künftig von Jägern sogar "ohne gesonderten Bedürfnisnachweis" erworben werden dürfen.

Gegenüber unserer Redaktion bestätigte der parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU), dass die Waffenrechtsänderung geplant sei. Nähere Informationen dazu werden in Kürze folgen. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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