Home News Schalldämpfer-Genehmigung: Innenministerium funkt dazwischen

Schalldämpfer-Genehmigung: Innenministerium funkt dazwischen

Trotz Aufhebung des Verbots im Jagdrecht, ist eine Genehmigung von Schalldämpfern in Niedersachsen derzeit schwierig (Symbolbild).


In Niedersachsen wurde Ende Oktober eine Novelle des Landesjagdgesetzes verabschiedet. Zu den Neuerungen, die diese Novelle mit sich bringt, gehörte die Aufhebung des sachlichen Verbotes von Schalldämpfern. Damit ist nun zwar die jagdrechtliche Vorraussetzung für die Nutzung dieser Geräte geschaffen, allerdings sei zusätzlich eine waffenrechtliche Genehmigung nötig, erklärt die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) auf ihrer Homepage.

Demnach wurde vom Innenministerium ein Schreiben an die Polizeidirektionen und Waffenbehörden versendet, in dem erklärt werde, dass Niedersachsen die Genehmigung weiterhin restriktiv handhabe. Ein Bedürfnis sei nur in Ausnahmefällen anzuerkennen, berichtet die LJN weiter. Der Schutz des eigenen Gehörs reiche dafür als Bedürfnis regelmäßig nicht aus. Man wolle zunächst ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts abwarten.

Sonderweg auf Kosten der niedersächsischen Jäger

„Mit dieser Verfahrensweise beschreitet Niedersachsen einen Sonderweg auf Kosten der niedersächsischen Jägerinnen und Jäger, den wir absolut nicht nachvollziehen können. Es geht bei dieser Frage ausschließlich um den Aspekt des Gesundheitsschutzes. Es ist für uns mehr als befremdlich, wenn wir seitens der Landesregierung aufgefordert werden im öffentlichen Interesse beispielsweise das Schwarzwild intensiv zu bejagen – was wir nachweislich auch tun und getan haben – uns aber auf der anderen Seite ein pragmatischer Weg verwehrt bleiben soll, unser Gehör zu schützen“, so Ernst-Dieter Meinecke, stellvertretender Vorsitzender der LJN. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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