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Schäden durch Wisente: Neues Urteil entlastet Waldbauern

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Kathrin Führes
am
Samstag, 17.07.2021 - 16:28
Wisent-im-Wald © ysbrandcosijn - stock.adobe.com
Die Waldbauern müssen Schäden durch die Wisente nicht weiter hinnehmen.

Waldbesitzer müssen Wisente auf ihren Grundstücken im Rothaargebirge und daraus resultierende Schäden nicht weiter hinnehmen. Das urteilte nun das Oberlandesgericht Hamm (OLG). Die zwei klagenden Forstwirte aus Schmallenberg können nun vom Trägerverein des Wisentprojekts geeignete Maßnahmen verlangen, um Beschädigungen an ihrem Eigentum durch die Wisente zu verhindern. Denn durch die Wisente würden die Waldbesitzer in der Nutzung ihrer Grundstücke unzumutbar beeinträchtigt, so das Gericht.

Freisetzungsphase bereits seit 2016 beendet

Das Oberlandesgericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Freisetzungsphase zur Erfoschung des Projektes nach Äußerungen der Vereines bereits im Jahr 2016 erfolgreich beendet wurde. Daher sei es nicht ersichtlich, warum noch ein weiterer Zeitraum, zulasten der Forstwirte, eingeräumt werden sollte. Unverständlich sei auch, warum sich die Projektbeteiligten bislang nach Urteilen des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 2019 nicht zu einer Entscheidung über die Zukunft des Projektes verständigt hätten. Welche Maßnahmen der Trägerverein genau ergreifen muss, gab das OLG in seiner Urteilsbegrüdnung nicht an. Eine Revision am Bundesgerichtshof in Karlsruhe wurde zugelassen.

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