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Schadenersatz bestätigt

Eine Kalkalpen-Luchsin mit ihrem Nachwuchs (Symbolbild). Foto: ScienceVision


Wie die Verwaltung des Nationalparks Kalkalpen mitteilt, hat der Oberste Gerichtshof (OGH) der Revision der Tierschützer Folge geleistet. Somit muss die Angeklagte wegen des illegalen Luchsabschusses 12.100 Euro zahlen, dazu kommen noch die Kosten für das Berufungs- und Revisionsverfahren. Das Urteil ist rechtskräftig. "Wir freuen uns über den Ausgang des Verfahrens, weil die OGH-Entscheidung wegweisend für alle Artenschutzprojekte in Österreich sein wird", sagte Nationalpark-Direktor Dr. Erich Mayrhofer nach der Verhandlung. Zuvor habe das Revisionsverfahren, in dem das Landgericht Steyr die Schadenersatzzahlung aufhob, landesweit für Aufsehen und Unverständnis gesorgt. Auch, weil sie sich in einem anderen Verfahren schon erfolgreich gegen den dauerhaften Entzug ihrer Jagdkarte gewehrt hatte (wir berichteten). Mayrhofer glaubt, dass durch die neuerliche Entscheidung und ebenso durch die Änderung des Oberösterreichischen Jagdgesetzes (bei einer strafgerichtlichen Verurteilung wegen vorsätzlicher Schädigung des Tierbestandes kann die Jagdkarte anstatt wie bisher für drei Jahre jetzt bis zu sieben Jahre eingezogen werden) eine wirkungsvolle Unterstützung für Wiederansiedlungsprojekte besteht. So könnte der Nationalpark Kalkalpen auch weiterhin mit Pinselohren aus der Schweiz versorgt werden, nachdem diese Kooperation kurz vor dem Aus stand (siehe hier).
PM/BS