Home News Saufänge sollen es richten

Saufänge sollen es richten

Mobiler Saufang kosntruiert von NP-Schreiner Martin Pauli (r.). Daneben Berufsjäger Michael Penn. Foto: PNP-Foto Haydn © PNP-Foto Haydn

Mobiler Saufang kosntruiert von NP-Schreiner Martin Pauli (r.). Daneben Berufsjäger Michael Penn. Foto: PNP-Foto Haydn


Auch in einem Nationalpark (NP) und noch dazu im größten zusammenhängenden Waldgebiet der Republik kann man der Natur nicht freien Lauf lassen. Das beweist unter anderem die aktuelle Situation in den Ortschaften Waldhäuser und Guglöd, die sich inmitten des Bayerischen Waldes befinden. Nachts kommt das Schwarzwild in die Dörfer und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Doch nicht nur das, ebenso äsen einige alte Rothirsche in Guglöd Gärten und Gemüsebeete leer.
Gegen die Wildschweine gehen die Verantwortlichen bereits vor – mit verstärkter Bejagung und dem Einsatz von Saufängen. Fünf festinstallierte Fallen sind bereits aktiv – und das schon seit mehreren Jahren. Fünf mobile Fänge sollen außerdem eingesetzt werden, damit die Sauen sich nicht an die Kästen gewöhnen können. Die Genehmigungen dafür erteilte die Untere Jagdbehörde.
Bisher wurden an den Hotspots in den vergangenen vier Wochen 51 Schwarzkittel geschossen, insgesamt 100 bis 150 sollen es werden, berichtet Franz Baierl, Sachgebietsleiter beim NP, gegenüber jagderleben. Zehn Jäger seien derzeit im Einsatz. In Guglöd sollen es ebenfalls die Büchsen richten. Ein paar Geweihte werden zu Vergrämungszwecken entnommen. Baierl gibt sich zuversichtlich, dass die Probleme mit Abschüssen und Saufängen in den Griff zu bekommen seien. „Ohne die Jagd geht es einfach nicht“, so sein Fazit.
BS