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Saufänge in Niedersachsen im Test zur ASP-Prävention

Drahtgitterfalle-Saufang © Florian Standke
In Niedersachsen sollen verschiedene Fangsysteme zum Schwarzwildfang getestet werden.

In einem Projekt zur Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest, testet ein Berufsjäger in Niedersachsen verschiedene Saufänge. Bevor die ASP möglicherweise auch Niedersachsen erreicht, soll die Schwarzwildpopulation reduziert werden können. Im Auftrag des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums soll bewertet werden, welche Fangmethoden sowie welche Arten von Saufängen sich am Besten bei den örtlichen Gegebenheiten anbieten. Auch die idealen Standorte der Fanganlagen sollen näher untersucht werden.

Jägerschaft findet Schießen im Großfang "moralisch verwerflich"

Das Projekt wird auf dem Gebiet der Landesforsten im Großraum Lüneburg durchgeführt. Essenziell sei bei allen Fangmethoden die Einhaltung des Tierschutzes, so die Landesforsten in einer Mitteilung. Sogenannte Kleinfänge, wie sie beispielsweise bereits in Brandenburg eingesetzt werden, sind in Niedersachsen genehmigungsfrei. Größere Saufänge müssen genehmigt werden. Der Einsatz eines Saufangs mittlerer Größe sei nun genehmigt und soll getestet werden. Die von dem Berufsjäger gewonnenen Erkenntnisse werden dann im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen an die Jäger weitergegeben. 

Der Vorsitzende der Jägerschaft Lüneburg, Christian Voigt, sprach sich gegenüber der Redaktion gegen den Einsatz von Großfängen aus: „Das regelrechte Totschießen von mehreren Stücken im Saufang ist moralisch verwerflich.“


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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