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Saufänge genehmigt

Saufang © Martin Weber

Dieser Saufang wurde bei Baden-Baden getestet (Symbolbild).


Insgesamt 13 Lebendfallen hat der Landkreis Cham (Bayern) genehmigt. Um einen höchstmöglichen Tierschutz bei den auch bei Jägern nicht unumstrittenen Anlagen zu gewährleisten, ist ihr Betrieb an einige Auflagen gebunden. Die Fallen sind zum Beispiel allesamt mit Meldesystemen ausgestattet. Diese verständigen den zuständigen Grünrock unverzüglich, sobald die Falltür auslöst. Auch ist dadurch gewährleistet, dass Fehlfänge schnellstmöglich wieder freigelassen werden. Des Weiteren dürfen die Jäger sie nur nachts fängisch stellen.

Die Genehmigungen gelten für die nächsten drei Jahre. Das Landratsamt teilte mit, dass man sich aufgrund der momentanen Lage vor Ort zu diesem Schritt gezwungen sah. „Saufänge können nur das letzte Mittel sein“, betonte ein Pressesprecher gegenüber jagderleben. Dieser Auffassung ist auch der Vorsitzende der Chamer Jägerkameradschaft, Gerhard Luckner: „Zuvor hat man alle anderen Möglichkeiten, wie Einzel- und Drückjagd, auszuschöpfen. Saufänge müssen ein Ausnahmefall bleiben“, fordert er im Gespräch mit der Redaktion.


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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