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Sauen: Kirrung einstellen,Bachen schießen!

Bei der Tagung auf dem Podium (v.l.): DI Felix Montecuccoli, Land&Forst Betriebe Österreich; DI (FH) Anton Larcher, Landesjägermeister Tirol; Dr. Fritz Völk, ÖBf-AG und Prof. Dr. Friedrich Reimoser, BOKU Wien. Foto: Matzer © Matzer

Falsche Bejagung und unsachgemäße Kirrung sollen demnach neben den veränderten klimatischen Verhältnissen und verbessertem Nahrungsangebot die Ursachen für die rasante Ausbreitung der Schwarzkittel auch im Alpenraum sein.
Als "klassische Aufhegekonzepte" bezeichnete Dr. Fritz Völk von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) einen Großteil der einschlägigen Literatur, speziell aus Deutschland, die nach wie vor das Handeln draußen in den Revieren bestimme. "Für jede nicht erlegte Bache, müssen im nächsten Jahr bis zu sechs erlegt werden, wenn die Population nicht wachsen soll", gab Völk zu bedenken.
"Kirrungen seien nur in wirklich großen Waldgebieten sinnvoll, in kleinstrukturierter Landschaft werde das Schwarzwildproblem dadurch verschärft", erklärte Mag. Christopher Böck, Wildökologe vom Landesjagdverband Oberösterreich. Soll der Bestand reduziert werden, empfehlen die Experten die Bejagung von Bachen, sobald die Frischlinge ihre Streifen verloren haben. Diese sind für den Zuwachs verwantwortlich, das Erlegen junger Rottenmitglieder löse häufig Lerneffekte aus.
Optimale Erfolge für Reduktionen versprächen Drückjagden zwischen Mitte November und Mitte Jänner, die allgemein sowieso viel effektiver als die Einzeljagd seien. Dabei sollte sämtliches Schwarzwild freigegeben werden, um Strecke zu machen. Zum Schutz der Raufußhühner plädierten die Fachleute für eine schärfste Bejagung in deren Vorkommensgebieten.
Eingeladen zu der Veranstaltung hatten der Österreichische Forstverien sowie die Landwirtschaftskammer Salzburg.
MS