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Sauen absichtlich überfahren

Diesen Frischling hält die Bildzeitung für eines der Opfer des ausgerasteten Landwirts. Foto: BILD © BILD

Diesen Frischling hält die Bildzeitung für eines der Opfer des ausgerasteten Landwirts. Foto: BILD


Wie BILD berichtet sei bei der Ernte auf einem Rapsfeld in Möckern (Sachsen-Anhalt) eine Rotte Sauen ausgebrochen. Worauf der landwirtschaftliche Leiter sie mit seinem mit seinem Dienstwagen - einem VW Tiguan - verfolgt habe. Dorfbewohner sollen mitangesehen haben, wie er eines nach dem anderen überfahren habe. Dabei soll er insgesamt 13 Schwarzkittel getötet und seinen Wagen lädiert haben.
Nach der Hatz habe der Mann einen befreundeten Jäger benachrichtigt. Der Waidmann, dessen Revier laut dem Bericht woanders liegt, transportierte offenbar einige der toten Tiere ab. Etliche Wildschwein-Kadaver sowie Teile des Fahrzeugs seien jedoch auf dem Feld verblieben.
Nach Informationen von jagderleben ermittelt mittlerweile die Polizei in dieser Angelegenheit wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sowie wegen des Verdachts auf Jagdwilderei. Inzwischen konnte der Verbleib von sechs Frischlingen und Überläufern ermittelt werden. Spuren der "Amok-Fahrt" konnten auf dem Feld wie auch am Wagen des Betriebes sicher gestellt werden.
„Eine Riesenschweinerei im wahrsten Sinne des Wortes“, so der Kommentar des Polizeisprechers. Die Ermittlungen laufen nur schleppend, da man im Ort, in dem der Großbetrieb der einzige Arbeitgeber ist, auf eine Mauer des Schweigens stoße. Zeugen hatten bisher aus Angst vor Folgen geschwiegen.

Die Redaktion hat sich um eine Stellungnahme des beschuldigten Mannes bemüht, konnte jedoch nicht zu ihm durchdringen.
PB/RJE

Link: Hier gehts zum BILD-Bericht