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Sau aus Ostsee geborgen

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Mittwoch, 24.10.2012 - 13:34
Foto: Christian Dost/Polizei © Christian Dost/Polizei

Die von der Wasserschutzpolizei aus der Ostsee geborgene Sau. Foto: Christian Dost/Polizei

Sie wurden verständigt, als ein Schwarzkittel zirka drei bis vier Kilometer vom Festland entfernt tot in der Ostsee trieb. Mit einem Kran hievten sie die auf rund 70 Kilogramm geschätzte Sau an Bord.
Der Polizeibeamte Christian Dost berichtete gegenüber der Redaktion, dass das Tier vermutlich die etwa ein Kilometer lange Schwimmstrecke an der Fehmarnsundbrücke zurücklegen wollte, jedoch von der Strömung mitgerissen wurde und schlichtweg "ersoffen" ist (bei starkem Wind kann die Strömung hier vier Knoten und mehr betragen). Äußere Verletzungen waren nicht festzustellen. Auch sei die Sau noch nicht lange tot gewesen, "zumindest war sie noch nicht aufgedunsen", so Dost. Für den Polizisten war das der erste Fund dieser Art: "So etwas ist mir in meinen 20 Dienstjahren noch nicht passiert."
Die Entsorgung stellte sich jedoch kompliziert heraus. Keiner der verständigten Jagdausübungsberechtigten wollte sich des Kadavers annehmen, da nicht sicher war, wem das Aneignungsrecht zusteht. Schlussendlich wurde es der Tierkörperbeseitigungsanstalt Neumünster übergeben.
BS