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Salzburg: Landesrat für Fischotterentnahme

Fischotter verursachen Schäden an Fischteichen (Symbolbild).


Der salzburger Agrarlandesrat Josef Schwaiger hat sich zum Landesfischertag am 29. September dafür ausgesprochen, Fischotter zu entnehmen. Die Wassermarder sind laut einer Mitteilung des Landes Salzburg inzwischen im gesamten Bundesland heimisch. Die Population sei seit 2009 von 27 auf über 130 Exemplare gestiegen. Damit haben sich die Tiere fast verfünffacht.

„Aufgrund der Anzahl an Fischottern kommt es in vielen Gewässern zu Schäden an den Fischbeständen. Auch besonders geschützte Arten werden immer wieder zur Beute. Dieses Problem ist akut. Aus meiner Sicht ist die Entnahme von Fischottern jetzt die geeignete Maßnahme. Anträge werden von Betroffenen bereits vorbereitet“, wird Schwaiger in der Mitteilung zitiert. Ihm sei klar, dass eine Genehmigung dafür vermutlich bekämpft werde, so der Landesrat. Ob dies rechtmäßig sei, müssten unabhängige Gerichte klären.

Fischotter in Anhang IV FFH

Der Fischotter unterliegt wie auch der Biber und der Wolf dem Anhang IV der FFH-Richtlinie. Damit steht er unter strengem Schutz und darf nicht gefangen oder getötet werden. Zur Schadensverhütung – unter anderem an Fischgründen – kann es jedoch regional Ausnahmen von dieser Regel geben, sofern der Erhaltungszustand der Art nicht gefährdet ist.

Auch in Niederösterreich und Kärnten wurden bereits Ausnahmeregelungen umgesetzt. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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