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Sachsen regelt den Umgang mit dem Wolf neu

Der Umgang mit dem Wolf in Sachsen wird durch eine Verordnung neu geregelt. © Karin Jähne - stock.adobe.com

Der Umgang mit dem Wolf in Sachsen wird durch eine Verordnung neu geregelt.


Mit der bereits seit längerem angekündigten Sächsischen Wolfsmanagementverordnung, die das Kabinett heute beschlossen hat, stellt das Bundesland Sachsen klare Regeln für den Umgang mit dem Wolf auf. Diese tritt Ende Mai in Kraft. Die Vergrämung sowie die Entnahme von problematischen Tieren ist damit neu geregelt. So soll eine höhere Rechtssicherheit, auch für die zuständigen Behörden, geschaffen werden.

Nun dürfen Wölfe zum Beispiel vergrämt werden, wenn sie sich in Siedlungsnähe aufhalten oder Menschen auf weniger als 100 Metern nähern. Ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt kann über eine Entnahme entscheiden, wenn ein Wolf sich auf weniger als 30 Meter Menschen nähert und eine Vergrämung erfolglos blieb. Überwindet eines der Tiere innerhalb von zwei Wochen zweimal die in der Verordnung genannten Herdenschutzmaßnahmen, ist ebenfalls eine Entnahme möglich.

Neue Fachstelle Wolf als zentraler Ansprechpartner

Eine neue "Fachstelle Wolf", die mit sechs Mitarbeitern besetzt werden soll, entsteht am Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Diese soll in Zukunft als zentrale Stelle für Rissbegutachtung, Beratung, Förderung sowie Öffentlichkeitsarbeit dienen.

Auf Nachfrage beim Landwirtschaftsministerium erklärte man, dass das Kontaktbüro Wölfe durch die Umstrukturierung nicht mehr für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Dieses hatte unserer Redaktion bereits vor kurzem mitgeteilt, dass sie bis Ende Mai „aufgrund einer Umstrukturierung des Wolfsmanagements im Freistaat Sachsen“ teilweise geschlossen sei. 

Kontaktbüro wird Umweltbildungszentrum

In eine Pressemitteilung gab das Kontaktbüro Wölfe bekannt, dass ab Juli 2019 am Standort Rietschen aus dem bisherigen Kontaktbüro ein "Kompetenzzentrum mit dem Schwerpunkt Umweltbildung zum Wolf in Sachsen" entsteht.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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