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Sachsen: Landtag beschließt neue Wolfsverordnung

Eine Wolfsverordnung soll den Umgang mit Wölfen genauer definieren (Symbolbild).


Der Sächsische Landtag hat am 7. November über eine Wolfsverordnung abgestimmt. Der Antrag kam von den Fraktionen der CDU und SPD und wurde angenommen. Darin wird gefordert, dass sich Sachsen beim Bund für ein nationales Konzept zum Umgang mit dem Wolf einsetzt.

Allgemein sind die Änderungen darauf ausgerichtet, dass bestehende Wolfsmanagement zu verbessern, erklärt ein Sprecher des Umweltministeriums gegenüber der Redaktion. Dazu sollen die Aufgaben im Umgang mit dem Wolf nun stärker beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) gebündelt werden. Darunter fallen Rissbegutachtung, Förderung von Tierhaltern und Öffentlichkeitsarbeit.

Genauere Regelungen zur Entnahme

Die Entscheidung über Entnahmen von auffälligen Wölfen soll jedoch weiterhin bei den Landkreisen liegen. Bislang mussten Landkreise zunächst eine fachaufsichtliche Stellungnahme vom Umweltministerium anfordern, bevor eine Entscheidung zur Tötung gefällt werden konnte. Dieser Schritt solle nun wegfallen, so der Sprecher weiter. Die Entscheidung werde laut der Verordnung künftig nur noch den Kreisbehörden unterliegen. Allerdings wolle man diesen präzisere Auslegungshilfen zu rechtlichen Grundlagen bieten.

Die entsprechenden Regelungen zur Entnahme sollen genauer definiert werden. Auch für den Umgang mit Wolfshybriden und schwerverletzten Wölfen wird eine Regelung gefordert. Es liegt nun beim Umweltministerium, den Beschluss des Landtags umzusetzen. Dieser soll noch im Dezember ins Kabinett eingebracht werden. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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