Home News Sachsen: Jagdstrecke auf Rekordhoch – neue Methoden bei Saujagd

Sachsen: Jagdstrecke auf Rekordhoch – neue Methoden bei Saujagd

3 Der Einfluss der Sauen (allesfressender Prädator) auf den Rehwildbestand wird vielerorts unterschätzt.


Wie das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, wurden in Sachsen im Jagdjahr 2017/18 mehr als 131.000 Stück Wild erlegt. Damit ist die Jagdstrecke höher als jemals zuvor. Während die Abschusszahlen bei den meisten Schalenwildarten konstant blieben, oder sogar eher Rückläufig im Vergleich zu Vorjahr waren, stieg die Anzahl der erlegten Wildschweine von 33.258 auf 45.318. Damit liegt die Schwarzwildstrecke um etwa 36 Prozent höher als der bisherige Rekord. Insgesamt wurden 85.989 Stück Schalenwild geschossen. Auch beim sonstigen Haarwild ist die Strecke über die vergangenen Jahre deutlich Ansteigend. Dabei nimmt der Waschbär mit 15.443 erlegten Tieren den größten Teil der insgesamt 35.559 Stück ein. Die Streckenzahlen beim Federwild sind hingegen deutlich Rückläufig. 9.599 Stück lagen auf den Strecken. Im Vorjahr waren es noch 11.048 Stück gewesen.

Staatssekretär bedankt sich bei der Jägerschaft

Staastssekretär Dr. Frank Pfeil bedankte sich bei der Jägerschaft. „Ich freue mich, dass es der Jägerschaft gelungen ist, insbesondere die Schwarzwildbejagung so erfolgreich zu gestalten. (…) Mit der intensivierten Schwarzwildbejagung leisten sie nicht nur wirksame Beiträge zur Reduktion von Wildschäden in der Landwirtschaft. Sie helfen damit auch, das Risiko eines Eintrages der Afrikanischen Schweinepest in den Freistaat Sachsen zu senken“, wird Dr. Pfeil in der Mitteilung zitiert.

Künstliche Lichtquellen und Saufänge

In Sachsen wurde durch eine Verordnung vom 20. April die Nutzung von künstlichen Lichtquellen und Nachtzielgeräten bei der Jagd auf Schwarzwild zugelassen, allerdings bleiben waffenrechtliche Vorschriften unberührt. Das heißt, auch mit der Verordnung ist die Verwendung von Nachtzieltechnik beziehungsweise von Nachtsichtvorsatzgeräten verboten, außer man besitzt eine Sondergenehmigung des Bundeskriminalamts. Außerdem darf mit einer Genehmigung der zuständigen Jagdbehörde die Fangjagd auf Wildschweine durchgeführt werden. Im Februar hatten widersprüchliche Medienmeldungen zu diesem Thema für Verwirrung gesorgt. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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