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Rückschlag für Schutzprojekt

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Dienstag, 11.10.2016 - 17:07
Neben der Garbe sind ebenfalls der GPS-Sender und ein Gegenstand zu erkennen, der wie eine Luftgewehr-Kugel aussieht. Foto: Waldrappteam © Waldrappteam
Neben der Garbe sind ebenfalls der GPS-Sender und ein Gegenstand zu erkennen, der wie eine Luftgewehr-Kugel aussieht. Foto: Waldrappteam

Bereits Anfang September hatte das Burghausener "Waldrappteam" den Verlust eines Vogels zu verzeichnen. Schon am ersten Tag der offiziellen Jagdsaison wurde das Weibchen mit dem Namen "Kato" geschossen. Einen Monat später, am 8. Oktober, fanden die Aktivisten "Tara" einen ihrer erfahrensten und somit wichtigsten männlichen Vertreter der Art tot an einem Bachlauf auf. Röntgenbilder bestätigten den Verdacht, dass in beiden Fällen Schrotschüsse zum Tod der seltenen Tiere geführt haben.
Die beiden jetzt getöteten Waldrappe waren gemeinsam mit 15 anderen Vögeln auf dem Weg in die Toskana, als sie in Norditalien getötet wurden. Alle Exemplare stehen per GPS-Sender unter ständiger Beobachtung, sodass ihr Aufenthaltsort jederzeit abrufbar ist. Die Vogelschützer rufen in einer Pressemitteilung erneut die Jägerschaft des Landes als ihren Partner dazu auf, entschieden und konsequent gegen Schwarze Schafe unter ihren Mitgliedern vorzugehen. Die Täter würden den Ruf der italienischen Jäger sowie den des gesamten Landes durch ihre Taten schädigen.