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Rückrufaktion bei Ruger

Rasso Walch © Markus Werner
Rasso Walch
am
Samstag, 10.06.2017 - 00:10
Die Pistole Ruger „Mark IV“ ist von der Rückrufaktion betroffen. © Ruger
Die Pistole Ruger „Mark IV“ ist von der Rückrufaktion betroffen.

Bei der betroffenen Pistole handelt es sich um die Mark IV im Kaliber .22lfB. der Firma Ruger. Der Fehler tritt bei Waffen mit den Seriennummern WBR… oder 4… auf. In einzelnen Fällen ist es nach Angaben des Herstellers vorgekommen, dass unbeabsichtigt Schüsse abgegeben wurden.

Dies kann unter folgenden Bedingungen passieren: Sie laden die Waffe und eine Patrone befindet sich im Lauf. Sie sichern die Waffe, aber nicht vollständig bis zum Anschlag, sondern in einer Mittelstellung zwischen „feuerbereit“ und „gesichert“. Sie betätigen dann den Abzug und der Schuss wird nicht ausgelöst. Wenn Sie danach den Sicherungshebel in Richtung „feuerbereit“ bewegen, kann sich ein Schuss lösen.

Dieses Problem nimmt Ruger zum Anlass, einen Rückruf zu veranlassen und Teile am Griffstück, an dem sich die Sicherung befindet, auszutauschen. Weil für alle Waffenteile in den USA eine Exportgenehmigung benötigt wird, kann es eine Zeit dauern, bis dies in Deutschland möglich wird.

Ob Ihre Waffe betroffen ist, können Sie folgendermaßen feststellen (auch ohne Patrone im Lauf): Sie laden die Waffe mit leerem Magazin durch und stellen die Sicherung in die Mittelstellung zwischen „gesichert“ und „feuerbereit“. Sie betätigen den Abzug und die Waffe sollte nicht abschlagen. Wenn Sie dann die Sicherung in Richtung „feuerbereit“ bewegen, kann die Waffe abschlagen. Dann müssen auf jeden Fall Teile ausgetauscht werden. Auch wenn dies nicht der Fall ist rät die Firma aus Sicherheitsgründen dazu. Denn es ist nicht bekannt, ob dieses Problem auch nachträglich auftreten kann. Ruger empfiehlt, die betroffenen Waffen nicht mehr zu benutzen, bevor die Teile nicht ausgetauscht sind. PM

Weitere Infos des Herstellers finden Sie hier.