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Rotwildregion Schönbuch gewinnt die Wahl

Romantisch: Waldbach im Schönbuch. Foto: BDF © BDF

Initiator der Abstimmung, die so zum dritten Mal stattfand, war wieder der Bund Deutscher Forstleute (BDF). Er will die Auszeichnung auch als Anerkennung der erfolgreichen Arbeit der Forstleute vor Ort und ihrer ausgewogenen Erfüllung aller gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald sowie einer zukunftsweisenden Vernetzung mit zahlreichen Partnern für einen lebendigen ländlichen Raum verstanden wissen. Die feierliche und öffentliche Übergabe des Titels findet laut BDF im Frühjahr des nächsten Jahres in der Schönbuch-Region statt.
Diese ist südlich von Stuttgart mitten im Neckarraum gelegen. Bereits 1972 wurde der Schönbuch zum ersten Naturpark Baden-Württembergs erklärt. Fast die gesamte Waldfläche ist als Schutzgebiet ausgewiesen.
„In den Wald eingebettet sind romantische Täler, liebliche Streuobstwiesen und Weiher, Halbtrockenrasen und Feuchtwiesen sowie das malerische Zisterzienserkloster Bebenhausen. Die hauptsächlich von Eiche und Buche gebildeten Wälder mit ihrem strukturreichen Aufbau bieten einer reichen Flora und Fauna Lebensraum. Acht Specht- und 15 Fledermausarten sowie die meisten heimischen Baumarten sind im Schönbuch zu finden“, so heißt es auszugsweise im Bewerbungstext für die Wahl zum Waldgebiet des Jahres.
Nicht zuletzt ist der Schönbuch aber auch eines von nur mehr fünf Rotwildgebieten des Landes Baden-Württemberg. So heißt es denn auch im Bewerbungstext weiter: „Für Forstleute ist der Schönbuch ein komplexes Nebeneinander von Anforderungen, die es unter einen Hut zu bringen gilt. Vorrangige Ziele sind Erholung und Naturschutz, doch das Geld dafür stammt zu einem großen Teil aus der Holzproduktion. Rotwilderhaltung und Erholung, Veranstaltungen zur Umweltbildung und die Umsetzung anspruchsvollen Waldbaus erscheinen als Quadratur des Kreises. Der Schönbuch verlangt engagierte Forstleute und fordert sie in allen Belangen. Ihr Lohn ist ein lebendiger Wald, der als Lebensraum wie als Erholungsgebiet überzeugt.“

Als Weitere „Belohnung“ gab es nun den Titel „Waldgebiet des Jahres 2014“. Die „PIRSCH“ beschäftigt sich in der Ausgabe 19/2013 (Erscheinungstag: 2. Oktober) ausführlich mit dem Rotwild-Bewirtschaftungskonzept, das im Schönbach praktiziert wird.
PM/RJE