Home News Rotwildprojekt gestoppt

Rotwildprojekt gestoppt

Protestplakat der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen. (Grafik: Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen)


Ein Rotwildprojekt in den Niederlanden (geplant war dabei die Wiederansiedlung der Wildart an der deutsch-niederländischen Grenze) ist gestoppt worden. Das berichtet der der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in einer aktuellen Pressemitteilung. RLV-Präsident Friedhelm Decker sowie die Vorsitzenden der von der geplanten Auswilderung des Rotwildes betroffenen Kreisbauernschaften Krefeld-Viersen und Heinsberg, Heinz-Josef Tölkes und Bernhard Conzen, begrüßten die Entscheidung der niederländischen Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg. In den vergangenen Monaten hatte das Vorhaben, im Nationalpark De Meinweg Rotwild einzubürgern, bei Land- und Forstwirten, insbesondere aber im Gartenbau, zu erheblicher Unruhe und großer Besorgnis geführt. Massive Schäden an den land-, gartenbau- und forstwirtschaftlichen Kulturen wurden befürchtet.

Der geschlossene Widerstand der Landnutzer habe in Deutschland eine breite Ablehnungsfront auf der politischen Ebene gegen das Vorhaben aufgebaut und sichergestellt, verkündet der RLV. Wie jetzt aus den Niederlanden berichtet werde, habe die niederländische Landwirtschaftsministerin angesichts des gewaltigen Widerstandes das Vorhaben gestoppt. Verburg hat zur Begründung insbesondere darauf hingewiesen, dass nicht geklärt sei, wer für die zu erwartenden Wildschäden durch das Rotwild aufkomme. Außerdem sei keine Regelung dafür getroffen, wenn das Rotwild die deutsche Grenze überschreite. PM