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Rotwildjäger nehmen Abschusspläne ernst

Foto: Erich Marek © Erich Marek

Das Jahr 2010 ist kaum vorbei, legen die Tiroler Zahlen zur Abschusserfüllung beim Rotwild vor: 11.079 Stück Rotwild wurden von der Jägerschaft erlegt. Dies entspricht einer Abschusserfüllung von rund 92 Prozent gemessen an den Vorgaben des Reimoser-Gutachtens, welches das Land Tirol im Februar des Vorjahres in Auftrag gegeben hatte (Link: jagderleben.de berichtete hier). Dieses sah 12.080 Abschüsse als Mindestquote vor. „Auch wenn die vorgegebenen Abschusszahlen nicht ganz erfüllt werden konnten, kann ich beim Großteil der Jägerschaft doch die ehrliche Absicht erkennen, das Problem des überhöhten Rotwildbestandes nun anzugehen“, zieht Jagdreferent Anton Steixner Bilanz. „Wir dürfen uns nun aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern müssen diesen positiven Schwung in die nächsten vier Jahre tragen. Denn nur so können die Vorgaben von Prof. Reimoser eingehalten werden. Eine engagierte und ambitionierte Jägerschaft ist für mich dabei der Schlüssel für die Tier- und Waldgesundheit in Tirol.“
Als Vorbildregionen gelten die beiden Bezirke Lienz und Landeck, die mit 108 beziehungsweise 101 Prozent sogar über der geforderten Abschussquote geblieben sind. Generell kann festgestellt werden, dass noch nie so viel Rotwild erlegt wurde wie in den vergangenen zwei Jagdjahren. Zu den Abschüssen hinzuzuzählen sind daneben auch die Fallwildzahlen, wodurch sich zum Stichtag 20. Januar 2011 ein Abgang von insgesamt 11.635 Stück Rotwild ergibt. BHA