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Rotwild stören für die Forschung

Im Nordschwarzwald wird Rotwild im Namen der Forschung gestört (Symbolbild). © Pixabay.com/ Hans Braxmeier

Im Nordschwarzwald (Baden-Württemberg) wird im Namen der Wissenschaft Rotwild gestört. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teil des großen Projekts „Rotwildkonzeption Nordschwarzwald“ der Forstlichen Versuchs-und Forschungsanstalt. Man wolle ermitteln, wie stark der Tourismus Einfluss auf die Sichtbarkeit des Rotwilds hat, erklärt Max Kröschel, der für die Besenderung und Ortung der Tiere zuständig ist.

Um normalen Tourismus zu simulieren, bewegen sich die Forscher immer in Zweiergruppen auf den Wegen und beunruhigen dadurch besendertes Rotwild. Durch die GPS-Daten wird anschließend dessen Reaktion ausgewertet. Diese Versuche werden sowohl tagsüber, als auch nachts durchgeführt, da auch immer mehr Besucher bei Dunkelheit unterwegs sind, sagt Kröschel.

Experimente laufen noch

Außerdem werden Pilzsucher simuliert, indem man sich abseits der Wege auf die Tiere zubewege, bis man sich sicher ist, dass man bemerkt wurde. Dies testet das FVA allerdings nur tagsüber erklärt Kröschel. Aktuell laufen die Experimente noch, deshalb gibt es bislang keine Ergebnisse.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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