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Rotwild und Rinder befallen

Salzlecken sind ideale Übertragungs-<br>stätten von Tuberkulose. Foto: Christof Janko © Christof Janko

Die Ausbreitung der TBC bei Rotwild und Rindern schreitet weiter voran. Zurzeit sind 21 Betriebe befallen, mehrere Rinder mussten getötet werden. Dies teilte auf Anfrage der Redaktion ein Pressesprecher des Landratsamtes Oberallgäu mit. Im Kreis Unterallgäu sind es vier Fälle. Für die betroffenen Bauern herrscht ein Vermarktungsverbot ihrer Produkte. Christoph Hieke, Schalenwildmanager des Kreises, berichtet: "Für einige Landwirte ist die Lage existenzbedrohend". Zwar gibt Hieke für die Rotwildbestände keine Entwarnung, aber "an Wintergatter-Keulungen denkt zurzeit niemand". Zumal es aus rechtlicher Sicht gar nicht möglich wäre.
Dennoch sind auch einige Jäger besorgt, da Rotwild als ein Hauptüberträger gilt. Im oberen Lechtal (Österreich) hat man deshalb im vergangenen Jahr rund 60 Stück Rotwild in einem TBC-Reduktionsgatter "tierschutz- und fachgerecht entnommen". Obwohl im Vorfeld ein möglicher Wintergatter-Abschuss ausgeschlossen wurde (siehe Link unten). Durch einen erhöhten Abschuss versuchen Kreis und Jäger die Seuche zu stoppen. "Jedes erlegte Tier wird untersucht", so Hieke. Im Allgäu wurden bis heute zehn Stück Rotwild sowie ein Reh positiv getestet.
BS