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Rotwild in der Oberpfalz: Zehn Prozent für den Wolf!

Gruppenbild mit Rotwildtrophäen: Die Rotwildhegeschau ist in der Oberpfalz alljährlich auch ein gesellschaftliches Ereignis bei dem mittlerweile auch der Wolf ein Thema ist. © Ludwig Hartl

Gruppenbild mit Rotwildtrophäen: Die Rotwildhegeschau ist in der Oberpfalz alljährlich auch ein gesellschaftliches Ereignis bei dem mittlerweile auch der Wolf ein Thema ist.


In den Oberpfälzer Hochwildhegegemeinschaften Oberpfalz Nord/Veldensteiner Forst und Oberpfalz Süd wurden im abgelaufenen Jagdjahr insgesamt 2873 Stück Rotwild gestreckt. Jagdliche Schwerpunkte waren wieder die Truppenübungsplätze Hohenfels und Grafenwöhr. Schon in dieser Abschussperiode wurde in Grafenwöhr etwas zurückhaltender eingegriffen, um dem mittlerweile dort eingewanderten Wolf ihren Tribut zu zollen.

Dies wird auch in Zukunft so sein, wie den Berichten der beiden Leiter der HHG von Nord und Süd, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg und Dr. Markus Perpet, zu entnehmen war. So wurde in der neuen Planung der Abschuss über beide Bezirke hinweg um rund 300 Stück zugunsten der mitjagenden Wölfe gesenkt. Also um über zehn Prozent der letztjährigen Strecke!

Kapitale Trophäen

Forstdirektor Ulrich Maushake blieb es wieder vorbehalten, über die Rotwildbestände zu berichten und durch die Rotwildschau zu führen. Sein Dank richtete sich an die amerikanischen Streitkräfte, unter deren Verwaltung der Truppenübungsplatz Grafenwöhr steht; vertreten durch Brigadegeneral Antonio Aguto und seinen Stab, die der Versammlung beiwohnten. Ohne deren Verständnis wären die „herausragenden Ergebnisse für den Einklang von Natur und militärischer Nutzung“ nicht möglich wären.

Von den insgesamt 127 Hirschen der Klasse 1 und 2 entfielen auf die einzelnen Klassen:

  • 1a = 20 Stück
  • 1b = 44 Stück
  • 2b = 40 Stück
  • 2a = 23 Stück

Ein Anteil von 51 Prozent dieser Hirsche waren 10 Jahre und älter! Nach CIC-Punkten bewertet, erreichten 14 Geweihe über 180, vier über 190 und je eines über 210 IP! Der stärkste Hirsch wog 7,1 Kilogramm bei 211 IP und kam aus dem Steinwaldrevier des Baron von Gemmingen-Hornberg.

Verbandspolitik und ASP ebenfalls Thema

Der neue Vorsitzende der BJV-Bezirksgruppe, Alexander Flierl, MdL, informierte bei der Veranstaltung über jagdpolitische Themen. Sein Vorgänger, Dr. Günther Baumer, mittlerweile „beurkundeter Ehrenbezirksvorsitzender“, nutzte die Gelegenheit, um allgemeines und aktuelles zur drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) an die Teilnehmer weiter zu geben. Ludwig Hartl


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